Unentschieden

Wieder die Weite schauen
Himmel atmen
Fahren durch Kranichland
Die schönen Vögel
Auf den Feuchtwiesen
Und als Formation dort oben
In blau umspannter Firnis
Was da kahl erscheint
Entpuppt sich beim Näherkommen
Als Täuschung
Knospendes Leben
Überall
Aus eins mach zwei
So kommt der Frühling daher
Wie eh und je
Zwei Blättchen
Zaghaft aus dem Ast
Wie Wege
Die zu gehen sind
Und über die entschieden werden muss
Rechts oder links
Und die Strecke ungewiss
Doch vorerst stehen bleiben
Und schauen
Wie der Tag beginnt
Mit welcher Wucht
Das Licht hereinbricht
Und die Eiseskälte der Nacht
Sanft schmilzt
Verträumt ein Boot
Am Ufer
Vögel überall
Keine Stadt weit und breit
Nur Blau
Und Stille
Ein paar Gänse
Ziehen rufend vorüber
Die Stunden auch
Bis zum Abend
Der sich sanft niederlegt
In seinem lavendelfarbenen Licht
Und alles goldschimmernd anhaucht
Bevor sich erneut die Nacht herabsenkt
Mit einem Sternenhimmel
Der seinesgleichen sucht
Wie man so sagt
Weil einem das eigentlich Normale
So ungewöhnlich erscheint
Hier hat die Sehnsucht einen Rahmen
Und bettet sich in das Gefunkel

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Früüühling

Eines ist schon mal sicher:
Er ist nun nicht mehr aufzuhalten.
Mit jedem Tag gibt es mehr zu entdecken.
Wo gestern noch eine zarte Knospe war, gibt es heute schon eine frische Blüte zu entdecken.
Die Vögel zwitschern jeden Morgen.
Die Nachbarn verlassen ihre Wohnungen mit freundlichen Gesichtern.
Der Park wird voller … die Sonnenscheinjogger kommen zum Vorschein.

Wir sind natürlich bei Wind und Wetter draussen,
weil Bella natürlich auch die Tropfen fotografieren will …

Also dann:
Frohe Ostern euch allen … geruhsame Tage, Freude mit der Familie und ein erfolgreiches Eiersuchen.

Ich habe übrigens einen neuen Hut bekommen. (Wurde auch mal Zeit.)
Den seht ihr hier.

Und gemalt hat Bella auch wieder. Schaut selbst.

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Die Schönheit der einfachen Dinge

Bella grübelt wieder, schläft schlecht, macht sich Sorgen …
Einerseits.
Andererseits versucht sie, ihre Sinne zu benutzen … wahrzunehmen … sich zu orientieren und sich ein Vorbild an der Natur zu nehmen.
Dort ist alles einfach.
Alles folgt einfachen Gesetzmäßigkeiten.
Alles ist.
Und zwar ohne Bewertung.
Also übt sie sich darin, zum Ursprünglichen zurück zu kommen.

Ein Apfel ist ein Apfel.
Wenn man in ihn hineinbeisst, beraubt man sich des Genusses, wenn gleichzeitig im Kopf ein Gedankenkarussell routiert.

Und so sind wir viel unterwegs und umgeben uns mit Farben, Formen und Gerüchen … mit Klang und Ton und auch viel Stille.

Habt ihr schon mal ein pures Entzücken beim Anblick einer Paprika empfunden?
Und dann erst roh geknabbert mit geschlossenen Augen … und später dem Geschmack im Thai-Curry nachgespürt?

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Erste Blüten

Was sich als Wahrheit der Seele im Wirken als wirklich erweist,
das zählt am Ende,
und es ist immer ein Hinaustreten aus Gewohntem in ein Wagnis.
So erweist sich die Wahrheit in jedem als Neues und ist doch immer dasselbe.
Da helfen dann weder das Hinterfragen noch irgendein Einwand.
Was aber hilft, ist der Austausch von Erfahrung, die wagend und ernst war.

Bert Hellinger
aus: Finden, was wirkt

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Nachdenken

Bella denkt nach:

„Wie ungewöhnlich …
dass ich einerseits auf den Frühling warte
und andererseits noch diese farblose Ungewissheit schön finde …

Vielleicht, weil ich sie selbst noch in mir trage …
weil auch in mir der Winter noch nicht zu Ende ist …
Und weil mir die Melancholie so zu eigen ist …
und ich gar nicht weiß,
ob ich darauf verzichten mag.

Sehe ich denn dann noch dieses zart Verblühte…
Habe ich dann noch Augen für das Nichtlicht
und den Nebel
und die Töne,
die über den Wiesen liegen?

Braucht es nicht
die kahlen Bäume
und die kargen Landschaften …
um dann aus satten Auen
Lebenskraft zu schöpfen?

Ist nicht diese stille Zurückgezogenheit
unabdinglich
lebensnotwendig …
Ein Sterben,
um geboren werden zu können …?“

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Nachtrag

Von Marc Aurel:

Die Menschen suchen sich Orte,
an die sie sich zurückziehen können-
auf dem Land,
am Meer,
im Gebirge.
Aber es gibt keinen ruhigeren Ort
als die eigene Seele.

Das mag schon sein.
Doch manche Seele liebt bestimmte Orte besonders.

Meine Seele liebt den Norden.
Hiddensee … Rügen …
Usedom … den Darß …
Sylt.

Und keine kann es vortrefflicher beschreiben als sie:

Mona Harry – Liebesgedicht an den Norden 

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Tanz mit dem Wind

Es ist schwierig mit Bella und mir gerade …

Ich bin zwar dabei,
doch Bella trennt
in Ich und Du …
hat in ihrem Oberstübchen mal wieder die Tür zugeschmissen.
Und denkt …
denkt …
denkt …
Sucht nach einem Ausweg …
aus dem Unangenehmen,
das sogleich,
weil es so unangenehm ist,
in ein Nichtgefühl transformiert wird.
Aha.
So wie immer, ja?
Abspaltung …

Hey hey …
meine Liebe …
Du weißt es doch längst besser …
Die Beurteilung zementiert noch mehr.
Die ständige Überprüfung jeder kleinen Regung …
die Analyse …
Das wissen wir doch nun,
dass du das perfekt beherrscht.
Da geht es doch nicht weiter.
Hier stehen wir …
der Wind schmeisst mich jedes Mal um,
und du runzelst die Stirn,
bist unzufrieden,
und wieder kippe ich nach vorne,
und du lachst,
ruckelst mich erneut in die richtige Position …
Ich kriege Sand auf die Augen,
doch das macht ja nichts.
Stecke mich kopfüber in die Dünen,
wenn es dir Spaß macht.
Hauptsache, es macht dir Spaß.
Freue dich, lache …
spüre den Moment …
Wir sind doch hier …
Das wolltest du doch.
Meer geht nicht.
Atme aus dem Herzen
und lass los …
lass alles mit den Wolken ziehen …
Das brausende Wasser singt für uns …
die Möwen tanzen um uns herum
in der Melodie des Windes …
Wir sind jetzt mitten drin …
Nimm alle Geschenke an.                                                                                                                         Gib mir die Hand und lass uns tanzen.

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Am Meer

Die Füße stehen im Sand,
der Wind rüttelt an mir
und pfeift in den Ohren.
Was ist denn das Meer,
dass es mir so besonders ist?
Was unterscheidet das Meer
vom Wald …
vom Gebirge …
wo ich mich auch aufgehoben
und umfangen fühle?
Wo ich ebenso eintauchen kann.
Oder ist das nicht so?
Tauche ich nur ein …
sinnbildlich und real …
in dieses Wellengekräusel,
welches mich trägt,
wenn ich mich ihm überlasse?
Ist es das rhythmische,
immer wiederkehrende Heranbranden …
der Meeresatem,
der sich mit dem meinen vermischt?
Dieser wogende, lebende
Organismus …
die Urmutter von allem,
deren Schoß gebährt
und umfängt?
So verliere ich mich wohl
im tiefen Gewässer …
und finde mich selbst.
Auch,
wenn ich nur stehe und schaue,
badet die Seele schon
in der Erkenntnis
des Nachhausekommens.

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Fette Beute

Da stehen wir
und schauen auf´s Meer.
Die Möwen dümpeln schläfrig
darauf herum.

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Nur eine
schwimmt schnell
und hat ein Etwas im Schnabel.

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Will an den Strand,
und wir erkennen
eine fette Beute,
die an Land verschlungen werden will.

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Geschafft.

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Schnell wird herumgepickt …

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… bis eine Familie mit Hund kommt,
und sogleich muss der Fisch
gerettet werden.

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Also zurück ins Meer …

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Und wieder von vorne …
An Land gebracht.

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Dann kommen Menschen …
Und wieder Rückzug
und Sicherung.

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So geht das lange.
Hin und her …
Das Frühstück verlangt vollen Einsatz.

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