Vier Farben

Der Mai gleicht einem Tuschkasten
Nur ein paar Farben
Klar
Intensiv
Komplementär
Die Augen tanken grün
Tanzen im Wind mit den Blättern
Die Sehnsucht schwappt blau herein
Verwandelt sich
In nährende, kraftvolle Ruhe
Und freudvoll nickt das Gelb
Das Herz legt sich schlafend nieder
Und träumt von Feuerdrachen
In deren heißem Atem
Alles verbrennt
Was längst gehen darf

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Gänseblümchen

Bist
So klein
So fein
So zart
So schmal
Die weißen Blütenblätter
Und so buttergelb
Dein inn´rer Stempel
Ist dein Stiel so biegsam
Und so eigen dein Geruch
Bist so lieb mir auf der Wiese
Und so oft von dort gepflückt
Schnell verwelkend in dem Glase
Und noch schneller in der Hand
Weil man dich nicht kaufen kann
Im Geschäft wie eine Rose
Bist du lieb und teuer mir
Dafür dank ich dir

©Muschelfinderin 2008

Abschied

Die letzten Zeugen des Winters
zittern leicht im aufkommenden Wind
und verabschieden sich still
in ihrer verblichenen Schönheit.
Tanzen einen vorsichtigen Reigen
und winken zart mit ihren filigranen Härchen.
Ich will ihnen danken,
so wie ich dem Winter danken möchte
für so viele Augen-Blicke
des Sehens,
des Erfühlens,
des Erlebens.
Nie kam mir eine Jahreszeit magischer daher
als die zurückliegende.
Nie zuvor sprach der Winter so mit mir,
wie es ihm gefiel.
Flüsternd
Tropfend
Frostig
Grell
Neblig
Einladend
Lockend.
Vielleicht hörte ich schlichtweg nur besser zu.
Vielleicht sah ich einfach mehr hin.
Ließ mich fallen
in diese stille Einsamkeit
und fand den Zauber darin.
Wie in einer Umarmung,
die dir plötzlich zuteil wird,
wenn du nicht damit gerechnet hast.
Wie eine Hand, die sich unerwartet
in deine eigene schiebt
und ein wenig Wärme spendet.
Wie ein Kuss,
der dich lebendig fühlen lässt
und alles andere ausblendet.
Katapultiert in Rhythmen …
Pulsschlag
Vibrieren
Leben.

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Das Vermächtnis nehme ich mit
und trage es bei mir.
In mir.
Als Präsenz.
Die da wohnt
in den Räumen zwischen den Worten.
Im Nichtgesprochenen.
In den ich jederzeit hineintreten kann,
wenn ich den Umhang des „Gewussten“ ablege.

Und so sage ich
Adieu,
drehe mich um
und gehe dem Frühling entgegen.

 

Unentschieden

Wieder die Weite schauen
Himmel atmen
Fahren durch Kranichland
Die schönen Vögel
Auf den Feuchtwiesen
Und als Formation dort oben
In blau umspannter Firnis
Was da kahl erscheint
Entpuppt sich beim Näherkommen
Als Täuschung
Knospendes Leben
Überall
Aus eins mach zwei
So kommt der Frühling daher
Wie eh und je
Zwei Blättchen
Zaghaft aus dem Ast
Wie Wege
Die zu gehen sind
Und über die entschieden werden muss
Rechts oder links
Und die Strecke ungewiss
Doch vorerst stehen bleiben
Und schauen
Wie der Tag beginnt
Mit welcher Wucht
Das Licht hereinbricht
Und die Eiseskälte der Nacht
Sanft schmilzt
Verträumt ein Boot
Am Ufer
Vögel überall
Keine Stadt weit und breit
Nur Blau
Und Stille
Ein paar Gänse
Ziehen rufend vorüber
Die Stunden auch
Bis zum Abend
Der sich sanft niederlegt
In seinem lavendelfarbenen Licht
Und alles goldschimmernd anhaucht
Bevor sich erneut die Nacht herabsenkt
Mit einem Sternenhimmel
Der seinesgleichen sucht
Wie man so sagt
Weil einem das eigentlich Normale
So ungewöhnlich erscheint
Hier hat die Sehnsucht einen Rahmen
Und bettet sich in das Gefunkel

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Früüühling

Eines ist schon mal sicher:
Er ist nun nicht mehr aufzuhalten.
Mit jedem Tag gibt es mehr zu entdecken.
Wo gestern noch eine zarte Knospe war, gibt es heute schon eine frische Blüte zu entdecken.
Die Vögel zwitschern jeden Morgen.
Die Nachbarn verlassen ihre Wohnungen mit freundlichen Gesichtern.
Der Park wird voller … die Sonnenscheinjogger kommen zum Vorschein.

Wir sind natürlich bei Wind und Wetter draussen,
weil Bella natürlich auch die Tropfen fotografieren will …

Also dann:
Frohe Ostern euch allen … geruhsame Tage, Freude mit der Familie und ein erfolgreiches Eiersuchen.

Ich habe übrigens einen neuen Hut bekommen. (Wurde auch mal Zeit.)
Den seht ihr hier.

Und gemalt hat Bella auch wieder. Schaut selbst.

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Erste Blüten

Was sich als Wahrheit der Seele im Wirken als wirklich erweist,
das zählt am Ende,
und es ist immer ein Hinaustreten aus Gewohntem in ein Wagnis.
So erweist sich die Wahrheit in jedem als Neues und ist doch immer dasselbe.
Da helfen dann weder das Hinterfragen noch irgendein Einwand.
Was aber hilft, ist der Austausch von Erfahrung, die wagend und ernst war.

Bert Hellinger
aus: Finden, was wirkt

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