Drachenflug

Die Meere
Sind ganz anders entstanden.
In jener Zeit …
Als die Drachen verschwanden,
War die Menschheit froh
Und atmete auf.
Nur einige Wenige
Blickten beklommen
Auf die verdorrte Erde
Und es war ihnen,
Als sei das Herz ausgezogen.
                                                                                                                   Und ein Sehnen begleitete
Seitdem ihr tägliches Tun.
So legte sich ein Schatten
Auf alles Lebendige.
Die Menschen erfanden Maschinen
und bauten Städte aus Stein …
Wurden in ihnen hart.
Die Tränen der Drachen aber
Fielen des nachts
Herab auf die Erde,
Tränkten
Mondscheinglänzend
Die Ebenen.
Und alles atmete
Silbrige Feuchtigkeit ein …
Im Umkreis wuchsen und gediehen
Neue Pflanzen.
Und eine nach der anderen Nacht
Schwoll das Tränenwasser an,
Floss zusammen
Und bildete große Seen.
Und die Drachen
Weinten noch immer …
Dann,
Als sich aus den Seen
Die großen Ozeane
Gebildet hatten,
Stiegen Träume empor
Und Rufe.
In dieser Nacht
Kamen
Die Drachen zurück.
Umkreisen seitdem
Die Kontinente.
Stolz und ungebrochen
Durchdringen sie
Den größten Panzer …
Der des Menschen
Herz umschließt …
Wenn du sie riefest,
Hörst du ihre Schwingen.
Der Feueratem
meiner Drachin
Vermischt sich
Mit dem Wind
Und dem Nebel,
Wenn wir über die
Meere fliegen.