Keki meint (8) – Here I am

Sonntagnachmittag.

Bella hat Zeit und sortierte nun alle Fotos.
Und so kommt es, dass ich euch zeigen kann, wie schön wir es hatten – letztens. Äh … also – wie schön ich es hatte.

Wurde ja auch mal wieder Zeit für ein paar Porträtaufnahmen.

Wir haben es ja meistens schön, auch wenn die Bella meint, es sei gerade wieder schwieriger.
Ich weiß ja, dass diese Phasen kommen und gehen … und auch dazu gehören.
Der Sprachlosigkeit einfach den Raum geben.
Und das Schöne, das empfunden wird, durch ein Foto ausdrücken, durch ein Bild oder ein Wort … das „basst scho´“, sagen die Bayern – und haben Recht.
Die Augen sind zum Schauen da …
Die Ohren zum Hören …
Eine Hand will manchmal nur gehalten sein …
Und Klappe halten, tut gut, wenn da nix zum Reden ist.

Also … here I am.

 

Ganz schön heiss. War gut, dass ich meinen Sonnenhut dabei hatte.

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Der wurde dann sogleich vom Wind erfasst.

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Wie gut, dass es Strandkörbe gibt.

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Wie dick diese Taue sind.

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Und wie dünn die Netze, in denen man sich leicht verfängt.

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Als wir zurückfuhren nach Berlin war die Autobahn komplett leer – weil alles guckte Fußball. Genial.

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Wenn ihr wollt, guckt ihr einfach mal öfter in die Spielecke. Da sind auch immer mal wieder Fotos von mir zu sehen. Und unter Kritzelkeki findet ihr die neuesten Kritzeleien.

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Am Anfang war das Meer

Am Anfang war das Meer
und immer
kehre ich zurück
zu ihm.
Schaumgekrönt entsteige ich seinem Flüstern,
matt lasse ich mich von ihm tragen,
bis es mich ans Ufer abgibt.
Ein Meerweib bin ich,
das im Bade sich reinigt, nährt und erneuert.
Die See spült Krusten ab,
welche die Jahre mir anlegten,
sie poliert mich und rundet meine Kanten –
wie Seeglas, welches mit den Jahren
rauchig geschliffen mir manchmal vor die Füße spült.
Die Stürme des Meeres
gleichen denen meines Herzens,
deswegen erkennen wir einander.
Und der Wind rauscht in den Lungen
tost in den Zellen,
die atmen und leben.
Wo hört der Himmel auf?
Hier ist kein Ende in Sicht,
nur der Horizont
trennt in oben und unten,
in hell und dunkel,
blau und türkis,
silber und gold, mauve oder
schwarz, grau und nebelweiß.
Ständig wechselnde Farben,
das Licht spielt mit den Elementen
und bringt auch mich zum Leuchten.
Hier finde ich den Sommerort meiner Seele,
werde ich mir Heimat,
wie nirgendwo sonst.

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Vier Farben

Der Mai gleicht einem Tuschkasten
Nur ein paar Farben
Klar
Intensiv
Komplementär
Die Augen tanken grün
Tanzen im Wind mit den Blättern
Die Sehnsucht schwappt blau herein
Verwandelt sich
In nährende, kraftvolle Ruhe
Und freudvoll nickt das Gelb
Das Herz legt sich schlafend nieder
Und träumt von Feuerdrachen
In deren heißem Atem
Alles verbrennt
Was längst gehen darf

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Nachtrag

Von Marc Aurel:

Die Menschen suchen sich Orte,
an die sie sich zurückziehen können-
auf dem Land,
am Meer,
im Gebirge.
Aber es gibt keinen ruhigeren Ort
als die eigene Seele.

Das mag schon sein.
Doch manche Seele liebt bestimmte Orte besonders.

Meine Seele liebt den Norden.
Hiddensee … Rügen …
Usedom … den Darß …
Sylt.

Und keine kann es vortrefflicher beschreiben als sie:

Mona Harry – Liebesgedicht an den Norden 

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Tanz mit dem Wind

Es ist schwierig mit Bella und mir gerade …

Ich bin zwar dabei,
doch Bella trennt
in Ich und Du …
hat in ihrem Oberstübchen mal wieder die Tür zugeschmissen.
Und denkt …
denkt …
denkt …
Sucht nach einem Ausweg …
aus dem Unangenehmen,
das sogleich,
weil es so unangenehm ist,
in ein Nichtgefühl transformiert wird.
Aha.
So wie immer, ja?
Abspaltung …

Hey hey …
meine Liebe …
Du weißt es doch längst besser …
Die Beurteilung zementiert noch mehr.
Die ständige Überprüfung jeder kleinen Regung …
die Analyse …
Das wissen wir doch nun,
dass du das perfekt beherrscht.
Da geht es doch nicht weiter.
Hier stehen wir …
der Wind schmeisst mich jedes Mal um,
und du runzelst die Stirn,
bist unzufrieden,
und wieder kippe ich nach vorne,
und du lachst,
ruckelst mich erneut in die richtige Position …
Ich kriege Sand auf die Augen,
doch das macht ja nichts.
Stecke mich kopfüber in die Dünen,
wenn es dir Spaß macht.
Hauptsache, es macht dir Spaß.
Freue dich, lache …
spüre den Moment …
Wir sind doch hier …
Das wolltest du doch.
Meer geht nicht.
Atme aus dem Herzen
und lass los …
lass alles mit den Wolken ziehen …
Das brausende Wasser singt für uns …
die Möwen tanzen um uns herum
in der Melodie des Windes …
Wir sind jetzt mitten drin …
Nimm alle Geschenke an.                                                                                                                         Gib mir die Hand und lass uns tanzen.

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Am Meer

Die Füße stehen im Sand,
der Wind rüttelt an mir
und pfeift in den Ohren.
Was ist denn das Meer,
dass es mir so besonders ist?
Was unterscheidet das Meer
vom Wald …
vom Gebirge …
wo ich mich auch aufgehoben
und umfangen fühle?
Wo ich ebenso eintauchen kann.
Oder ist das nicht so?
Tauche ich nur ein …
sinnbildlich und real …
in dieses Wellengekräusel,
welches mich trägt,
wenn ich mich ihm überlasse?
Ist es das rhythmische,
immer wiederkehrende Heranbranden …
der Meeresatem,
der sich mit dem meinen vermischt?
Dieser wogende, lebende
Organismus …
die Urmutter von allem,
deren Schoß gebährt
und umfängt?
So verliere ich mich wohl
im tiefen Gewässer …
und finde mich selbst.
Auch,
wenn ich nur stehe und schaue,
badet die Seele schon
in der Erkenntnis
des Nachhausekommens.

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Fette Beute

Da stehen wir
und schauen auf´s Meer.
Die Möwen dümpeln schläfrig
darauf herum.

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Nur eine
schwimmt schnell
und hat ein Etwas im Schnabel.

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Will an den Strand,
und wir erkennen
eine fette Beute,
die an Land verschlungen werden will.

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Geschafft.

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Schnell wird herumgepickt …

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… bis eine Familie mit Hund kommt,
und sogleich muss der Fisch
gerettet werden.

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Also zurück ins Meer …

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Und wieder von vorne …
An Land gebracht.

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Dann kommen Menschen …
Und wieder Rückzug
und Sicherung.

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So geht das lange.
Hin und her …
Das Frühstück verlangt vollen Einsatz.

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