See you again

So, ihr Lieben.
Noch einmal schlafen – dann sitze ich morgen früh schon im Zug … und los geht es in die Reha.

>>>klick

Nennt mich naiv, weil ich mich tatsächlich freue, dass es nun endlich losgeht.
Ich weiß ja – eigentlich dient die Reha nur der Feststellung, inwieweit ich wieder in den Arbeitsprozess integriert werden kann.
Doch da ich selbst die ganze Sache angeleiert habe, nicht auf Wunsch meiner Ärztin und auch nicht unter Druck der Krankenkasse antrete, bin ich zuversichtlich, dass ich tatsächlich nochmal mehr in die Zentrierung komme und Gutes für mich rausholen werde.

Ich bin aufgeregt, neugierig, gespannt, fühle ein kohlensäuriges Reisefieberkribbeln im Magen, hoffe auf angenehme und kompetente Therapeuten und Ärzte und nette Mit-Patienten.
Keki, Malsachen und Bücher sind verpackt.

Ich spüre eine Aufbruchstimmung, die über diese Reisevorbereitungen hinaus geht.
Ja … ich glaube, dass es langsam bergauf geht.

Die wunderbare Ulli von cafeweltenall.wordpress.com schenkte mir zu meinem Beitrag „Türen“ einen wunderbaren Spruch von William Blake, über den ich mich sehr gefreut habe, weil er gerade so gut passt:

„Es gibt Dinge, die wir kennen,
und Dinge, die uns unbekannt sind.
Dazwischen gibt es Türen.“

An dieser Stelle nochmal Dankeschön.

Ich verabschiede mich nun also für eine Weile.

Macht es gut, bleibt gesund. Genießt den Sommer und die Freuden des Lebens.

Auf bald.

Fokus

Neben allen Möglichkeiten, mir Hilfe zu holen (therapeutisch, homöopathisch, schamanisch, Freunde treffen) … gibt es eine Sache, die ich ganz allein tun muss: mich innerlich ausrichten.

Und wenn da so graue Tage sind wie gerade gestern – zur Sommersonnenwende (klick) – und ich merke, wie es mich innerlich runterzieht, ich schon wieder keine Sprache finde, die Gedanken kreisen oder diffus durch den Kopf schwirren, dann diszipliniere ich mich, schnapp mir die Kamera und gehe raus.

Und dann streife ich umher und drücke auf den Auslöser, manchmal mitten in der Bewegung; ich überlasse es dem Zufall, was da scharf stellt (und bin hinterher oftmals überrascht über unglaublich schöne Sachen, die die Kamera abgebildet hat).
Ich komme so eigentlich immer in die Freude.
Ich vergesse mich und meine Situation und fühle mich verbunden, sehe, höre, rieche … und die Gedanken kommen zur Ruhe.

Gestern war so ein Tag … ich habe dann am Abend noch einige Collagen erstellt, die ich euch jetzt zeige.

Blume vanille Kopie

Gelbe Blumen 4

Blumen filigran rosa Kopie

Blumen blau Kopie

Blumen rosa Kopie

Dalien Kopie

Hortensien 2 Kopie

Hortensien blau Kopie

Mohn 3 Kopie

Pink3 Kopie

Rose lachs Kopie

Rosen Kopie

Möglicherweise ist dies der letzte Beitrag für längere Zeit.
Nächste Woche beginnt meine Reha, und ich werde ein paar Wochen sehr beschäftigt sein.
Ob ich dort WLan habe, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, ob ich mir generell mal die Pause gönne und die ganzen sozialen Medien links liegen lasse.

Also wundert euch nicht, wenn ihr gar nichts von mir hört. Von uns – muss ich sagen, denn Keki kommt selbstverständlich mit.

Es freut uns, wenn ihr uns gewogen bleibt.
Schön, dass ihr uns bis hierhin begleitet habt.
Immer war es eine Freude eure Kommentare zu lesen und wohlwollenden Feedbacks zu erhalten.
Das Schreiben hat mir sehr geholfen.

Alles Gute für euch.
Bleibt gesund. Und bis bald.
Bella

Besonderheiten eines Tages

Hi – ich schreibe heute mal persönlich als Bella – und nicht als Keki und von mir in der dritten Person.

Ihr alle kennt das: an manchen Tagen geschehen einfach so Kleinigkeiten, die das Herz erwärmen … Situationen, die herausragen aus dem Alltagsallerlei.

Heute traf ich mich mit meiner Freundin H., die ich gerade sehr regelmäßig mindestens einmal die Woche sehe.
Sie ist seit ein paar Monaten auf Rente, und ich bin immer noch krankgeschrieben.
Wir verbringen also viel Zeit miteinander. Einfach, weil wir sie zur Verfügung haben, und weil wir uns sehr schätzen. Taten wir schon immer.
Damals arbeiteten wir viele Jahre zusammen, wurden dann arbeitslos, weil unser Arbeitgeber die Beratungsstelle schloss, in der wir beschäftigt waren. Da gab es auch eine Zeit, in der wir uns regelmäßig in unserer Arbeitslosigkeit trafen – einmal die Woche im Café. Wie lange ist das her? 15 oder 16 Jahre? So ungefähr.
Zu reden haben wir beide immer was.
Es gibt ja so Menschen, mit denen wird es nie langweilig, man schwimmt auf einer Wellenlänge und ergänzt sich irgendwie perfekt.
Und nun gibt es sozusagen ein Revival, jetzt, und wieder genieße ich es sehr – unsere Caféstunden am späten Vormittag.

Heute also, während ich auf H. wartete (ich war etwas eher am Café, saß draußen bei herrlichem Sonnenschein), nippte schon an meinem Cappuccino und schlug das Buch auf, welches ich kurz zuvor in einer kleinen Buchhandlung gekauft hatte.
Erst dachte ich, es sei kitschig, doch die Rezensionen sind vielversprechend und schon die Danksagung ist der Hammer, und nach den ersten Seiten musste ich lachen und fand den Stil sehr amüsant.

Der Herr am Nebentisch (er ist sehr häufig dort – man kennt sich mittlerweile) beugte sich zu mir und fragte „Was lesen Sie denn da Lustiges?“ Und ich reichte ihm Petra Hülsmanns „Glück ist, wenn man trotzdem liebt“. Er schlug die Seite auf, in der mein Lesezeichen steckte.
Genau in dem Moment erschien meine Freundin H., begrüßte und küsste mich, flitzte aber, bevor sie sich setzte, erst mal nach drinnen auf die Toilette.
Der Herr gab mir das Buch zurück, schmunzelte und bat mich, nochmal bei dem Lesezeichen aufzuschlagen.
Ein bisschen irritiert klappte ich die Buchseiten auseinander und blickte auf ein perfektes vierblättriges Kleeblatt.
Na so was!
„Das ist für Sie“, sagte mein Tischnachbar. „Alles Gute, vor allem Gesundheit – ja … bleiben Sie gesund – doch Sie sehen so sonnendurchwärmt aus, bestimmt geht es Ihnen gut. Dann möge es so bleiben.“
Ich blickte ihn an, bedankte mich und erwiderte: „Ach, wissen Sie, man sollte sich nie vom äußeren Anschein täuschen lassen …“

Meine Freundin H. kam zurück, setzte sich und wir redeten miteinander, darüber, wie unsere letzten Tage verlaufen waren.
Der Herr vom Nebentisch stand auf, winkte kurz und ging.
Und ich dachte darüber nach, wie wenig man mir ansieht, wie es mir geht.
Wie ich immer irgendwie blühend aussehe, so dass alle Welt denkt, ich stünde auf der Sonnenseite des Lebens, wo doch im Inneren noch heftige Stürme ausgefochten werden.

Das mit der Depression, das pack ich noch.
Es ist ja schon anders geworden.
Besser.
So Vieles war da hilfreich.
In ein paar Tagen geh ich in die Reha.
Ich hoffe, dass ich in der Abgeschiedenheit im wunderbaren Thüringen nochmals einen Schritt weiter machen kann.

Doch ich will nicht vorauseilen.

Erst mal … für heute … gilt es Dankeschön zu sagen.,

Was für ein schöner Moment.
So einfach beschenkt zu werden.
Von einem Fremden.

Menschen sind schon wunderbar.

Guten Abend und gute Nacht.

Ich grüße euch,
wo immer ihr seid.

Bella