Vier Farben

Der Mai gleicht einem Tuschkasten
Nur ein paar Farben
Klar
Intensiv
Komplementär
Die Augen tanken grün
Tanzen im Wind mit den Blättern
Die Sehnsucht schwappt blau herein
Verwandelt sich
In nährende, kraftvolle Ruhe
Und freudvoll nickt das Gelb
Das Herz legt sich schlafend nieder
Und träumt von Feuerdrachen
In deren heißem Atem
Alles verbrennt
Was längst gehen darf

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Unentschieden

Wieder die Weite schauen
Himmel atmen
Fahren durch Kranichland
Die schönen Vögel
Auf den Feuchtwiesen
Und als Formation dort oben
In blau umspannter Firnis
Was da kahl erscheint
Entpuppt sich beim Näherkommen
Als Täuschung
Knospendes Leben
Überall
Aus eins mach zwei
So kommt der Frühling daher
Wie eh und je
Zwei Blättchen
Zaghaft aus dem Ast
Wie Wege
Die zu gehen sind
Und über die entschieden werden muss
Rechts oder links
Und die Strecke ungewiss
Doch vorerst stehen bleiben
Und schauen
Wie der Tag beginnt
Mit welcher Wucht
Das Licht hereinbricht
Und die Eiseskälte der Nacht
Sanft schmilzt
Verträumt ein Boot
Am Ufer
Vögel überall
Keine Stadt weit und breit
Nur Blau
Und Stille
Ein paar Gänse
Ziehen rufend vorüber
Die Stunden auch
Bis zum Abend
Der sich sanft niederlegt
In seinem lavendelfarbenen Licht
Und alles goldschimmernd anhaucht
Bevor sich erneut die Nacht herabsenkt
Mit einem Sternenhimmel
Der seinesgleichen sucht
Wie man so sagt
Weil einem das eigentlich Normale
So ungewöhnlich erscheint
Hier hat die Sehnsucht einen Rahmen
Und bettet sich in das Gefunkel

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Drachenflug

Die Meere
Sind ganz anders entstanden.
In jener Zeit …
Als die Drachen verschwanden,
War die Menschheit froh
Und atmete auf.
Nur einige Wenige
Blickten beklommen
Auf die verdorrte Erde
Und es war ihnen,
Als sei das Herz ausgezogen.
                                                                                                                   Und ein Sehnen begleitete
Seitdem ihr tägliches Tun.
So legte sich ein Schatten
Auf alles Lebendige.
Die Menschen erfanden Maschinen
und bauten Städte aus Stein …
Wurden in ihnen hart.
Die Tränen der Drachen aber
Fielen des nachts
Herab auf die Erde,
Tränkten
Mondscheinglänzend
Die Ebenen.
Und alles atmete
Silbrige Feuchtigkeit ein …
Im Umkreis wuchsen und gediehen
Neue Pflanzen.
Und eine nach der anderen Nacht
Schwoll das Tränenwasser an,
Floss zusammen
Und bildete große Seen.
Und die Drachen
Weinten noch immer …
Dann,
Als sich aus den Seen
Die großen Ozeane
Gebildet hatten,
Stiegen Träume empor
Und Rufe.
In dieser Nacht
Kamen
Die Drachen zurück.
Umkreisen seitdem
Die Kontinente.
Stolz und ungebrochen
Durchdringen sie
Den größten Panzer …
Der des Menschen
Herz umschließt …
Wenn du sie riefest,
Hörst du ihre Schwingen.
Der Feueratem
meiner Drachin
Vermischt sich
Mit dem Wind
Und dem Nebel,
Wenn wir über die
Meere fliegen.

Der goldene Raum

Ich denke vor mich hin.
Ich schreibe.
Ich fotografiere.
Ich schaue
und sammle Eindrücke …
derer es viele sind momentan.
Wie das Eichhörnchen
trage ich sie zu einem sicheren Ort.
In jenen gold durchfluteten Raum
in mir,
den ich ganz alleine bewohne.
Der Raum ist ganz leer …
es ist viel Platz.
Und süße Stille.
Nur manchmal ein leiser, tiefer Gongschlag
der Vibrationen durch meine Adern schickt
und das Herz erreicht.
Ich sitze da
und betrachte meine gesammelten Tagesschätze.
Wie sie glänzen
und leuchten,
mich erinnern
und gemahnen,
mich lächeln lassen
oder weinen
vor lauter Ehrfurcht
vor diesem Schönen,
das immer da ist,
wenn ich mich nur bücke
und es aufhebe.

(Er)inne(r)n

Diese eine Hand,
die mich anrührte
und die Haut durchbrach
bis sie
an meiner
Seele kitzelte …
und eine
prickelnde Freude
mich vibrieren ließ …
Die …

Dieser eine Blick,
quer durch
den ganzen Raum
über alle Köpfe hinweg,
bis er
in meine Augen fiel
und wir wussten,
was die Andere dachte …
Der …
nie mehr korrespondiert …

Dieses eine Kosewort,
das plötzlich auftauchte.
Einmal vernahmen es
die Ohren täglich …
Jetzt kam es
über ein Symbol
nach Jahren
noch einmal in mein Herz …
Das
plötzlich schmerzte …

Dieses Lachen …
dieses eine …
unerwartet laut,
von ganz tief Innen,
das mich immer mitriss …
ist verklungen …
doch hat eine Spur gelegt .

Und jene Worte …
Gesprochenes,
das neu
und jungfräulich klang
und nur MIR galt,
so glaubte ich lange …
und durfte eine Zeitlang
zuhören.

Wieso tauchen
jetzt plötzlich
diese Erinnerungen
so gehäuft auf?
Wo doch
so viel Zeit
verstrichen ist …

Vielleicht
muss all das
noch einmal
kurz aufbrechen.

Vielleicht braucht
jede dieser
Begegnungen
noch einmal Wertschätzung,
damit das Gewesene
endlich einsinken kann
in eine Vergangenheit,
nach der ich mich
nicht umdrehe.

Die ich
aber mitbringe
wie eine
gut gefüllte Schatztruhe.
Da ist so viel drin,
für das ich mich
bedanken möchte.
Und dann ist auch gut.

Jetzt stelle ich
das schwere Ding
auf den Boden,
wende mich um
und gehe meinen Weg …

Getragen,
bewegt …
es ist ja nicht vorbei …
Ich bin verbunden
und ganz frei
für alles Neue.

 

Worte

.

.

plötzlich kommen die worte wieder so schnell dass sie sich gegenseitig überholen und mit voller wucht aufeinananderprallen und sich dadurch ein bisschen im weg herumstehen und miteinander in diskussion geraten wer denn nun allererster und ob es eine rangfolge für wichtigkeiten gäbe bis dann eines ganz leise aus der ecke sagt freude und
……………………………………… sich
…………………………………………… ein
……………………………………………….. lächeln
…………………………………………………………. breit
……………………………………………………………….. macht
………………………………………………………………………… auf
…………………………………………………………………………….. den
………………………………………………………………………………….. gesichtern

 

Und sonst?

Hey, heute ist der 4. Advent. Schaut mal in Keki´s Best.

Ineinandergleiten

Ineinandergleiten

Du und ich –
Wir
Gleiten ineinander.
War
Der Gedanke
Nun Deiner
Oder meiner?
Was da klopft
In meiner Brust
Bist auch du,
Und neue Gefühle
Kommen stetig
Dazu.
Wer fühlt das?
Dieses Ringen um
Die Wahrheit …
Was?
Dieses Sehnen
Nach Verschmelzung
Und nach Ganzsein,
Und ich möcht´s
Auch noch erwähnen,
Dass die Worte
Wieder kommen …
Hast du es
vernommen?
Kam es nun
Aus deinem
Oder
Meinem
Mund?
Überquellend,
Ganz ohne
Grund.
Einfach so
Entspannt sich
dieser Dialog
Und verschwimmt

In Keki´s Best gibt es wieder ein neues Bild.

Einzeit

Einzeit

Wieso heißt es eigentlich… Auszeit?
Aus der Zeit gefallen?
Spielt Zeit keine Rolle?
Ist die Zeit aus?
Und wenn ja …
Wofür ist sie aus …?
Jetzt?
Was ist jetzt?
Zeit?
Zeit-los …
Zeit-voll …
Wert-voll …
Zeitmaß
Messen
Was denn?
Was misst denn die Zeit?
Nur die Arbeit?
Ist das das Maß?
Die Arbeit?
Und das Leben?
Was ist damit?
Meint es,
Leben kommt erst danach?
Oder erst dann?
Überhaupt?

Gerade
lebe ich in einer
Ein-Zeit.
Tatsächlich ist da Zeit …
So viel
Wie niemals zuvor.
Für so Vieles
Ist da plötzlich
Zeit.
Zum Träumen
Zum Denken
Besonders
Zum Neu-Denken
Zum Zumallererstenmaldenken
Überhaupt
Möglichkeiten …
Wo kommen die auf einmal alle her?
Und Dehnung …
Augenblick zu Augenblicken …
Und noch mehr …
Egal, wie lange.
Ich bin endlich in der Zeit
Und laufe ihr nicht hinterher.
Tatsächlich …
Erlebe ich
Einzeit
Ohne Hast
Ohne Eile
Was für ein Luxus …

So kann Leben auch …

Zeit haben …

Zeit sein…

Zeitsein …

SEIN.