Füße, endlich Füße – oder raus aus der Anonymität

Lange hat es gedauert, aber in den letzten Monaten bin ich wieder mehr und mehr in mich hineingewachsen.

Längst bin ich nicht mehr die Alte – vielmehr ist da wirklich metamorphorisch etwas Neues entstanden, das ich auch bin, und das ich vorher noch nicht war.

Und schon längst habe ich zurück gefunden in meine Art des Ausdrucks (ihr werdet es bemerkt haben), und so konnten wir die Rollen wieder tauschen.

Keki durfte spielen und sich austoben.                                                                                                             Dieses Alter Ego, das mir eine so große Hilfe war.

„Keki“ steht für Kellerkind, das damals auftauchte, als ich in meiner Depression versank und meine Gefühle und meine Sprache verlor.

Wie aus dem Nichts ermöglichte mir die Kreativität, die plötzlich aufploppte, meinen Zugang zum Außen zu behalten … ja vielmehr wirklich einzutauchen in eine sprudelnde Ideenwelt, die mir vorher nicht zugänglich war.

Und so habe ich wieder festen Boden unter den Füßen, und es wird Zeit, auch meiner Keki symbolisch endlich die Füße zuzugestehen, damit das Laufen, Springen und Tanzen noch einfacher und schöner wird.                                                                                                                                                                              

Ich selbst habe mir ein Herz gefasst (weil sie ja ständig auch in mein Ohr flüsterte „Los, mach. Spring endlich…“) und meine neue Website online gestellt.                                                                                      Ewig habe ich das vor mir hergeschoben. Aber nun ist es soweit.                                                                Ich habe beschlossen mich der Welt zu zeigen.                                                                                           Nicht länger auf dem Sofa zu sitzen, sondern meine Arbeiten zu präsentieren und auch zu verkaufen.   Herauszutreten aus der Anonymität und der feinen kuscheligen Nische des Sich-Verstecken-Könnens und mich hinzustellen und der Welt zu zeigen, wer ich bin.

Ich heiße also nicht Bella (wie Keki mich immer nannte), sondern Angela.                                           Angela – gesprochen nicht wie „Angela Merkel“, sondern mit einem weicheren G, so italienisch – wie: Andschela.

Kommt gerne gucken und besucht mich auf:

Angela JelinskiGeschichten mit Tusche und Pinsel

Auch auf der neuen Website werde ich einen Blog einrichten, denn es gibt was über meine Strichmännchen-Leidenschaft zu berichten. Und die ist dort besser aufgehoben als hier.                       Ich werde außerdem über alles schreiben, was mit dem Malen und Zeichnen in Verbindung steht.

Und obwohl jetzt hier eine treue Leserschaft entstanden ist und eine Menge traffic geschieht – so heißt es wohl in Blogsprache, bin ich mir nicht sicher, ob ich hierher zurückkommen werde.           Denn auch, wenn es mal emotionaler wird, dann darf das auch dort sein, denn ich muss das nicht abspalten und hier darüber berichten, während ich auf meinem Kreativblog über anderes schreibe.   Es gehört ja ALLES zu mir.                                                                                                                                      So denke ich jedenfalls heute. Mal sehen, was geschieht.

So, jetzt zeige ich euch die Verwandlung.

Hallo

 

 

Los geht´s

Hurra

 

Ich bedanke mich bei Keki – ich bedanke mich bei mir (oder bei meinem Höheren Selbst) – für jene große Kraft, die mich immer getragen hat.

Danke

Und ich bedanke mich von Herzen bei euch, die ihr hier gelesen und kommentiert und über zwei Jahre lang beständig meinen Blog besucht habt.

Auch jene von euch, die noch neu sind, möchte ich ansprechen. Denn ich habe mich immer gefragt, wie das sein kann, dass da immer noch neue Leser/innen dazu kommen.

Ich habe ja recht wenig geschrieben in den letzten Monaten (jetzt mal abgesehen vom Inktober.).

Es tut mir leid, dass ich nicht öfter auf euren Seiten unterwegs war, aber ich habe viele Stunden mit Malen und Zeichnen verbracht, und ihr wisst ja selbst, wie schnell es geht, dass man beim Lesen irgendwo „hängenbleibt“.

 Seid herzlich eingeladen, meine Website zu besuchen.

 Also, auf Wiedersehen.

 Eure Keki und Angela

 

 

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Welle rauf, Welle runter

Ich war sehr fleißig in den letzten Wochen.
Obwohl ich mit einigen technischen Problemen zu tun hatte, die teilweise verheerende Auswirkungen hatten (Laptop kaputt, nicht reparabel, alle Daten weg …), habe ich es geschafft, fristgemäß meine Schneckengeschichte bei einem Wettbewerb einzureichen.
Prämiert wird das erste unveröffentlichte Kinderbuch – und bitte, drückt mir die Daumen.

Nach dem Urlaub werde ich außerdem auf Verlagssuche gehen.

Eine Freundin hatte mich angefragt für die Illustrationen für ein Umweltprojekt.
Da bin ich gerne eingestiegen und konnte schon mal testen, wie sich das anfühlt, etwas zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig zu kriegen.

Neben den täglichen Illustrationen habe ich weiter an meinen Feder-Collagen gearbeitet, die ich bald mal zeigen werde, vorerst jedoch werde ich die hoffentlich zahlreich auf einem Hafenfest an der Ostsee verkaufen. Am Wochenende geht es los.
Da ich viele Möwenfeder-Bilder angefertigt habe, passt das ganz gut.

Ich erlebe diese Zeit gerade als eine sehr angenehme.
Dieses in-Ruhe-vor-mich-Hintüffteln, die eigene Zeiteinteilung und -gestaltung und vor allem die Stille, in die ich dabei eintauche, tun mir unwahrscheinlich gut.
Ich könnte jeden Tag auf der Wiese sitzen und mit den Zehen wackeln, wenn ich denn wollte, doch tatsächlich habe ich sehr viel gearbeitet. Dass diese Art der „Arbeit“ mir so viel Freude macht und ich so produktiv und kreativ sein kann, erlebe ich als Riesengeschenk.

Von der Stimmung her bin ich über den Berg.
Die Depression ist überwunden. Es hat dann doch fast zwei Jahre gedauert, und tatsächlich ist etwas anders als zuvor – ich bin langsamer, schneller erschöpft, Menschen strengen mich mitunter an – oder vielleicht spüre ich das einfach nur intensiver jetzt. Meine Antennen sind ausgefahren, ich weiß mehr über meine Feinfühligkeit und achte darauf, genügend Pausen einzubauen.
Jahrzehntelang habe ich in Teams gearbeitet, und nun erlebe ich, wie fein das ist, ganz allein mein eigenes Ding zu machen. Mich niemandem verantwortlich zu fühlen, nur mir selbst.
Ich bin wie meine Schnecke: ein bisschen (ziemlich viel) Einsiedelei und Rückzug in mein Schneckenhaus sind nötig, damit ich mich wohl fühle, damit meine Psychohygiene und mein Seelenhaushalt in Einklang sind.

Keki, mein kleines Kellerkind hat mir sehr geholfen, und ich ihr.
Wir sind aneinander gewachsen, haben uns gegenseitig Halt gegeben und uns getröstet.
Wir haben die alten Geschichten von damals angeguckt, geweint und getrauert. Ich habe mein Kellerkind auf den Arm genommen, es gewiegt und getröstet, und dann haben wir das Erinnerungsbuch zugeschlagen und waren uns einig – nun ist es genug.

Das Leben hat so viel zu bieten … und wir wissen darum. Täglich wird mir das bewusst, wenn ich meine Skizzen und Zeichnungen anfertige, immer bunt, immer mit einem inneren Schmunzeln. Mein Stil ist wohl ein bisschen naiv – und ich kann nicht anders malen, als so, wie ich es tue.
Da ist so viel Lebensbejahung drin und so viel Ehrfurcht und Liebe zur Natur und seinen Geschöpfen, dass ich dankbar bin, dass ich das abbilden darf.
Und auch froh bin, dass mir immer auch was einfällt, ich teilweise nicht hinterher komme, weil die Fantasie mit mir durchgeht und eine Idee die andere jagt.

Als meine Ärzte damals zu mir sagten, „Es geht vorbei“, konnte ich es fast nicht glauben.
Dieses schwarze Loch, das mich zu verschlingen drohte, erschien mir endlos und von magnetischer Kraft.
Ich hatte Menschen an meiner Seite, die halfen und Anstöße gaben, eine super Psychiaterin, die immer akzeptierte, dass ich nie ein einziges Psychopharmaka schluckte, eine Psychotherapeutin, die mich immer wieder auf mein Fühlen und mein eigenes Erleben zurückführte und konstant an meiner Seite war, eine tolle Kunst- und eine bemerkenswerte Musiktherapeutin während meiner Reha im vergangenen Jahr. Ich machte eine Familienaufstellung, ich unternahm eine schamanische Reise, ich wurde homöopathisch unterstützt – und nicht zuletzt war meine Familie mein sicherer Hafen.
Meine Tochter, mein Lebensgefährte, meine Eltern sie waren einfach DA – alle auf ihre Art und Weise.
Es war bestimmt nicht leicht für sie, mich in diesem veränderten Zustand zu nehmen, mich zu lassen, etwas hilflos daneben zu stehen.

DANKE euch, meine Liebsten.

Und dass ich also in ein paar Tagen an der Ostsee sein werde mit einer großen Auswahl meiner Bilder, macht mir einfach nochmal sehr deutlich, welche verschlungenen Wege es manchmal zu gehen gilt, dass man um den Schmerz nicht immer rum kommt, und wie er auch sein Gutes hat. Manchmal gelangt die Seele wohl an diesen tiefsten Punkt, um von dort aus zu transformieren und sich ins Licht zu erheben. Sie lässt uns die Erfahrung machen, dass die Welt nicht untergeht, dass wir dennoch gehalten sind und vertrauen dürfen (bei mir war das jedenfalls so).

Welle rauf, Welle runter< entwickelte sich in meiner Therapie als eine Art Bonmot für meine emotionalen Gemütszustände – heftige Erregung und tiefe Verzweiflung. Und dann auch wieder Phasen, wo das Wasser stiller und ruhiger wird. Auf diese Phasen will ich warten und vertrauen – da bin ich handlungsfähig. Und nebenbei kann man ja auch surfen lernen. Die Welle zu reiten – so wie sie kommt und Möglichkeiten wahrzunehmen.
Es besteht keine Eile – alles kommt zur rechten Zeit.

Nachtrag 28.08.2017

Ich wurde angefragt, ob ich meinen Text in der Blogparade „Mein Sommer“ vom Kultur-Blog-Klub einstellen wollen würde. Darüber musste ich erst mal nachdenken, und dann war ich wundervolle 10 Tage in Schottland. Jetzt am Monatsende hab ich mich entschieden. Sehr gerne mach ich mit.

Frischer Wind

Kurz vor fünf.
Die Singdrossel auf dem Haus gegenüber ist die Einzige, die mit mir wach ist.
Ich kann sie nicht sehen, es ist noch stockduster, aber ich weiß, dass sie da sitzt, weil sie jeden Morgen dort ihren Platz einnimmt.

Es ist noch etwas Zeit.
Nach dem Frühstück werde ich wieder ans Meer fahren.
Die Ostsee ist so schnell zu erreichen, und wenn immer es möglich ist, mache ich mich auf den Weg.
Vorletztes Wochenende waren der Liebste und ich schon dort und beschlossen, es möglichst sofort zu wiederholen, sobald die Zeit es zuließe.

Meine Gedanken kommen dort zur Ruhe.
Fast Augenblicklich, wenn meine Füße den Sand berühren und die Seeluft in meine Lungen einströmt, entspanne ich mich und alles fällt von mir ab.

Eine kleine Atempause.
Luft holen und Anlauf nehmen.
Mein Leben hat sich gedreht.
Dass ich meinen Job gekündigt habe, war am Ende etwas, was so leicht ging.
Ziemlich lange hatte ich den Eindruck, das Team in dem ich arbeitete, hätte mich fallen lassen wie eine heiße Kartoffel. Über die langen Monate der Krankschreibung kam von deren Seite nichts (bis auf eine Kollegin, mit der ich befreundet bin).
Doch dann … zuletzt war ich ganz ruhig und ausgesöhnt.
Ich bin noch hin und habe mich verabschiedet von allen.
Wir hatten ein kleines Nachmittagstreffen. Und es tat gut, so ausgesöhnt zu gehen.
Etwas in mir hatte sich komplett befriedet.
Ich hatte dort ja auch sehr schöne Zeiten, und am Ende flossen auch ein paar Rührungstränchen.

Die große Kiste mit meinen Sachen, die eine Kollegin aus meinem Schreibtisch geräumt hatte, wurde im Kofferraum verstaut.
Ich habe dann alles komplett weggeschmissen. So viele Ordner, Aktennotizen für mich persönlich, Protokolle, Listen, Kopien von Fortbildungen etc. Es brauchte fast 3 Stunden, bis alles in kleine Schnipsel gerissen war und ich es in den Papiermüll geben konnte.
Eine Erleichterung.
Nichts aufgehoben, bis auf ein paar Fotos und eine Tasse, die mir einmal eine Klientin schenkte.
Ein Befreiungsakt.
Adieu, altes Sozialarbeiterleben.
Ich wende mein Gesicht nun der Sonne zu.

Das amtsärztliche Gutachten hat bestätigt, dass ich noch nicht arbeitsfähig bin.
Aufgrund der Schwere der Verletzung meines Armes gilt das für das nächste halbe Jahr.
Auch ist mittlerweile anerkannt, dass ich nicht mehr im alten Beruf arbeiten kann.
Ich habe Widersprüche stellen, den Rentenversicherer bemühen müssen, schlaflose Nächte verbracht … doch jetzt scheint alles erledigt zu sein.
Die Dinge laufen.
Arbeitslosengeld ist bewilligt.
Ich habe einen Antrag auf Nebenerwerb gestellt.
Bin ganz offen mit allem umgegangen und habe angemeldet, dass ich meine Bilder auf einem Kunstmarkt verkaufen möchte.
Taaadaaa !!!

Was so einfach klingt, war ein wochenlanges Ringen in mir …
Wer kauft das schon? Wer will das schon?
Die alte Leier … kusch … in dein Körbchen …

Natürlich muss ich alles zurückzahlen, was 150,00 Euro übersteigt.
Doch das ist es mir wert.
Ich habe zumindest die Möglichkeit, mich auszuprobieren und mache Erfahrungen.

Vor wenigen Tagen habe ich meine Selbständigkeit beim Finanzamt angemeldet.
Noch ein Riesenschritt.

Ich habe ja nicht vor, ewig vom Arbeitslosengeld zu leben.
Es ist jetzt eine wunderbare Absicherung, die es mir ermöglicht, wirklich zu testen, wie das mit der Freiberuflichkeit läuft.

In zwei Wochen hab ich meinen ersten Stand auf einem Ostermarkt.
Im Sommer hab ich einen auf einem Hafenfest an der Ostsee.
Drum herum wird sich weiteres ergeben.

Ich bin sehr aufgeregt und fleißig.
Male jeden Tag und tue, was ich liebe.

Deshalb ist auch dieser Blog so verwaist.
Ich schreibe wenig, noch weniger lese ich.
(Verzeiht mir also, dass ich euch so selten auf euren Blogs besuche,
ich hoffe, dass sich das wieder ändert.)
Meine ganze Zeit stecke ich in die Illustrationen oder die Federbilder.
Mein Blog darf sich wandeln.
Es wird Zeit, mich zu zeigen, meinen Namen zu verwenden.

Keki ist in mir und lächelt.

So beginnt 2017

Hallo, ihr Lieben.

Erst einmal Frohes Neues Jahr.
Ich hoffe, ihr seid alle gut reingekommen.

Ich versuche euch mal chronologisch zu schildern, was so alles los war in den letzten Tagen.

Ich bin nach meiner OP erst am 1. Weihnachtsfeiertag entlassen worden.
Die ersten Tage hatte ich Schmerzen ohne Ende. Das war ganz fürchterlich.
Ich versuchte mit der Situation klarzukommen, noch immer fast ständig Schmerzen auszuhalten, nur einen Arm zur Verfügung zu haben, denn 6 Wochen lang muss der Arm in dem Schlingenverband dicht am Körper fixiert bleiben und darf nicht belastet werden.
Der Arm hängt ansonsten so rum und darf nicht mit eigener Muskelkraft bewegt werden.

Also wartete ich auf diesen Stuhl, mit dem ich die Arm-Übungen machen muss. Der Arm wird vom Körper weg angehoben, und man muss täglich den Winkel vergrößern.
So versuchte ich mich zu schonen, überließ den Haushalt den anderen und lag viel rum.

Nach dem Krankenhaus war mir oft schlecht, ich kriegte dreimal Migräne und spürte förmlich, wie mein Körper zu tun hatte, das ganze Gift aus dem Körper zu bekommen.
Die ersten Tage ereilten mich diese Heulflashs … plötzlich … wie aus dem Nichts … und ich war nur noch reiner Kummer.

Alles wurde hochgespült, alles kam und kommt ans Licht … nichts bleibt verborgen … Ich habe keine Filter mehr …

Da war anfangs so eine blanke Verzweiflung, was denn nun aus meinem Leben wird, wenn ich nicht zurück in meine Kreativität komme … Das erste, was die Ärzte testeten nach der OP war, ob noch alle Nerven funktionieren, ob ich Gefühl im Arm habe und alle Finger bewegen kann … Klar … auch in diese Richtung können OPs verlaufen.
 Doch Gott sei Dank funktioniert alles … in 10 bis 12 Monaten wird dann die Titanplatte entfernt – ein erneuter Eingriff, und wieder wird alles heilen müssen.

Ich habe mich für drei Kunstmärkte in 2017 angemeldet, wollte dort ausstellen … und sehe das nun bedroht. 
Ich wollte meine Schneckengeschichte zu Ende bringen und mir einen Verlag suchen …
Diese aufkeimende Hoffnung, endlich das zu tun, was mich mit so viel Freude erfüllt, wurde mächtig erschüttert.
 Ich hatte schon angefangen, Nellie mit links zu zeichnen, doch da ist ein ziemlich krakeliges Würmchen bei herausgekommen …
Vielleicht ist dies genau das Geschenk dieses so heftigen Unfalls: so ABSOLUT zu spüren, was ich unbedingt tun will und den Schmerz zu fühlen, dies gerade und in absehbarer Zeit nicht zu können.
 So ging ich also in meiner Höhle auf Schatzsuche, was sich da so an Gefühlen noch auftat … und werde mich noch mehr abgeben müssen … an die Zeit, um Geduld zu haben, an meine Lieben, um mir wirklich helfen zu lassen (keine leichte Übung für mich ).
Vertrauen darauf, dass alles gut wird …

Mittlerweile bin ich in München und es geht mir besser.
Ich mache meine Übungen, ich war an der frischen Luft – täglich im Park, und einen schönen Neujahrsausflug haben wir gemacht, mein Mann und ich.
An den Isarauen und am Starnberger See war es zauberhaft.
Ein fulminanter Auftakt zu 2017.

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Und heute habe ich das erste Mal wieder etwas gemalt.
Ein bisschen kompliziert, weil ich den Arm nicht belasten darf, ihn auch nicht auf der Tischplatte ablegen kann … doch mein Mann holte mir einen Notenständer … und damit ging es.

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Prima. Mit rechts gezeichnet, mit links ausgemalt.
Alles dauert doppelt so lang wie sonst – doch es handelt sich ja schließlich um eine Schneckengeschichte. 😁
Ich passe also mein Tempo Nellies an.

Und ich bin zuversichtlich.
Alles wird heilen.
Es dauert vielleicht etwas … doch wie meinte mein Freundin H. so treffend:
„Hoffentlich kannst du trotz des Schocks und der Schmerzen daran glauben, dass alles zu deinem Besten geschieht.“
Das tue ich.

Ein Jahr ist rum

Bella hat unseren Blog-Geburtstag vergessen.
Ich habe sie zwar erinnert, aber sie hat so getan, als hörte sie mich nicht.
Ich steckte im grünen Beutel, verstaut im Wohnzimmerschrank – und da konnte sie natürlich gut sagen, dass meine Stimme viel zu leise war, um an ihr Ohr zu dringen.
Ha ha … sie redet sich immer noch raus.
Ihr zartes inneres Seelenstimmchen hätte nix mit mir zu tun?
Jessas … Mädchen, was hast du gelernt in dem Jahr?

Immerhin kam sie ihren anderen Impulsen nach.
Setzte sich jeden Tag hin und malte ein Bild.
Auch noch nach dem #inktober ging das weiter … so entstanden lustige, zarte kleine Tierbildchen, die in erster Linie eines gemeinsam hatten: Sie machten ihr Freude, bzw. die Anfertigung machte ihr Freude.
Während sich das Familienleben als schwer herausstellte, verhalfen die Mal-Sessions zu kleinen Auszeiten, kurze Meditationen im Alltag, in denen sich trotz der Sorgen das innere Kind rühren und zeigen durfte.

Einerseits machten sich alte, längst überwunden geglaubte Gefühlswelten bemerkbar. Regression und Rück-Erinnerungen hielten Einzug, Fassungslosigkeit und Angst legten sich über die Tage und vor allem über die Nächte.
Viel Schlaf gab es nicht.
Hallo Depression – da bist du ja wieder …
Wieder ein Rückzug. Wieder ein Nach-Geben in die Schwäche, wieder ein Abtauchen und die eigene innere Beschimpfung es nicht besser zu können …
Doch Bella macht auch gerade wieder viel Energiearbeit und vertraut auf einer Ebene ihrer inneren, göttlichen Führung.
An einem dieser Tage, es war der Tag des Supervollmondes, malte sie ihre innere Kriegerin und gestand sich damit ein, nicht scheu und hilflos und ein Opfer zu sein, sondern machtvoll und verbunden mit allem.
Eine Entscheidung.
Ein Ausdruck der Liebe zu sich selbst.
Eine Rückbesinnung in das Vertrauen hinein.
Auch ein Fallenlassen in die Angst und in den tiefsten Schmerz, denn erst das Aufgeben des Widerstandes gegen das Gefühl macht das Gefühl erlebbar … erst die Tränen, die geweint werden müssen, spülen all das hervor, was angesehen und transformiert wird.

Und dann tauchte wieder ein Wunder auf … wieder einmal zeigte sich, dass die richtigen Menschen zum rechten Zeitpunkt auftauchten. Die Dinge formierten sich, es ergaben sich diese bemerkenswerten Zu-Fälle.
Und so steht ein schamanisches Seminar an, über das Bella schon lange nachdachte, und das ihr jetzt sozusagen in den Schoß fiel.
Sterntaler lässt grüßen.
Seht ihr mich lächeln?

Mittlerweile gibt es eine neue Idee – ein neues Projekt, das wir euch in Kürze hier vorstellen werden.

Vorerst werden wir uns nun aber doch alle versammeln und den Blog-Geburtstag nachfeiern.
Der war nämlich schon am 10.11. Und Bella bekam auch eine Benachrichtigung, dass sie ihren 100sten Beitrag verfasst hatte – 100 !!! Wie toll. So viel ist hier entstanden in diesem einen Jahr.

Und dann … *Trommelwirbel an* … wollen wir natürlich auch feiern, wie ihr alle die Bella hier mit euren Likes und Kommentaren unterstützt habt, dass ihr hier mitlest und dabei bleibt.
117 Follower zeigt die Statistik an. WOW.
Jeder/m Einzelnen von euch sei ein Gläschen Sekt eingeschenkt, oder ein Lächeln oder eine Umarmung geschenkt.
Sucht euch was aus.

Ein riesengroßes
D A N K E S C H Ö N.
Ihr seit großartig.

Und nun …  fast alle Gefährten der letzten Tage und Wochen sind gekommen.

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Die Party kann beginnen. Feiert ihr mit?

Ihr seid großartig

Hey Leute,

ihr seid wahrlich großartig.

Natürlich freuen sich Bella und ich über eurer Interesse.
Schön, dass es euch bei uns gefällt.

Wir danken für eure Treue,
eure Anteilnahme und Unterstützung,
eure guten Hinweise und Tipps.

Herzlichen Dank
und allen ein frohes Pfingstwochenende.

Abschied

Die letzten Zeugen des Winters
zittern leicht im aufkommenden Wind
und verabschieden sich still
in ihrer verblichenen Schönheit.
Tanzen einen vorsichtigen Reigen
und winken zart mit ihren filigranen Härchen.
Ich will ihnen danken,
so wie ich dem Winter danken möchte
für so viele Augen-Blicke
des Sehens,
des Erfühlens,
des Erlebens.
Nie kam mir eine Jahreszeit magischer daher
als die zurückliegende.
Nie zuvor sprach der Winter so mit mir,
wie es ihm gefiel.
Flüsternd
Tropfend
Frostig
Grell
Neblig
Einladend
Lockend.
Vielleicht hörte ich schlichtweg nur besser zu.
Vielleicht sah ich einfach mehr hin.
Ließ mich fallen
in diese stille Einsamkeit
und fand den Zauber darin.
Wie in einer Umarmung,
die dir plötzlich zuteil wird,
wenn du nicht damit gerechnet hast.
Wie eine Hand, die sich unerwartet
in deine eigene schiebt
und ein wenig Wärme spendet.
Wie ein Kuss,
der dich lebendig fühlen lässt
und alles andere ausblendet.
Katapultiert in Rhythmen …
Pulsschlag
Vibrieren
Leben.

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Das Vermächtnis nehme ich mit
und trage es bei mir.
In mir.
Als Präsenz.
Die da wohnt
in den Räumen zwischen den Worten.
Im Nichtgesprochenen.
In den ich jederzeit hineintreten kann,
wenn ich den Umhang des „Gewussten“ ablege.

Und so sage ich
Adieu,
drehe mich um
und gehe dem Frühling entgegen.

 

Happy Valentine

Liebe Leserinnen und Leser,

heute mal ein paar Sätze in eigener Sache.
Ich wende mich mal an euch direkt.

Es wird Zeit, Danke zu sagen, und welcher Tag eignete sich hierfür besser, als der heutige?
Danke dafür, dass ihr hier immer wieder eure freundlichen Worte zurücklasst, oder auf den „Gefällt-mir-Button“ drückt, weil ihr offenbar mein Geschreibsel lest.

Natürlich fing ich die Schreiberei an, um mich zu sortieren … mich zu bündeln … die Sprache wieder zu finden … oder zumindest eine Ausdrucksmöglichkeit zu erhaschen.
Wenn dies nicht schriftlich gelang, dann machte ich Fotos, ließ Keki sprechen oder malte …

Dass mir das so großen Spaß machen würde, habe ich anfangs nicht erwartet …
Da hatte ich noch zu kämpfen, mich hier zu zeigen … und zog auch innerlich den Kopf ein wenig ein vor etwaiger Kritik, wobei mir natürlich klar ist, dass man von kritischen Stimmen viel lernen kann.
In erster Linie schrieb ich aber für mich … und das tue ich noch immer … als Ventil, und weil das Schreiben so sehr die Möglichkeit bereithält, zurück zu treten, mich zu ordnen und mir über Vieles klar zu werden.
Ich darf dabei nicht zu lange über einzelnen Worten hängen oder über vermeintlich bessere Formulierungen nachdenken, denn dann bin ich raus aus dem Gefühl, um das es mir eigentlich geht.
Genau diese Gefühlsananylse ist die eigentlicher Herausforderung. Dem Kind dann noch seinen Namen zu geben … eine weitere Hürde.

Es ist mir jedenfalls eine große Freude, dass ihr mich bis hierher begleitet habt. Und natürlich lese ich auch bei euch, bin begeistert über eure Gedanken, finde Muscheln in euren Texten.

Danke also …
eure Muschelfinderin (Bella)

Und lassen wir auch die wichtigste Person noch zu Wort kommen … denn ich ziehe mich nun wieder zurück.

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Danke 2015

Bella hat einen Brief geschrieben:

„Danke 2015

Beim Twitter-Fotoprojekt (das leider gerade ausgelaufen ist … Leider, weil es mir großen Spaß gemacht hat, dort mitzumachen und ich es erst spät entdeckte …) gab es vor ein paar Wochen das Thema „2015“.
Und sofort kam mir in den Sinn, dafür eine Collage anzufertigen.

Ich überlegte, wie mein 2015 gewesen war, was ich erlebt hatte, wie sich 2015 plötzlich ein Schlund auftat und mich verschluckte, und wie gut das eigentlich war.

Denn ohne dieses Verschlungenwerden, ohne diesen plötzlichen Kontrollverlust, stünde ich nicht dort, wo ich heute bin. Immer noch fragil, immer noch staunend, doch so langsam begreifend, dass die eigene Körperweisheit am wirken ist … und die Seele auch.

Ich bin verhältnismäßig viel gereist dieses Jahr. Alleine Im ersten Halbjahr war ich gleich dreimal an der Ostsee. Ich war in den Bergen, am Chiemsee und mehrmals im Jahr in München.
Dann in Kroatien, wo ich das Bilderbuchmeer meiner Kindheit wiederfand. jenes Blau, das man auf Fotografien ansieht und nicht glauben kann, dass es echt ist, nicht retuschiert.
Ich spürte diese Weite, blickte in den Himmel, erlebte spektakuläre Sonnenauf- und -untergänge, kletterte Krebsen hinterher und sammelte Steine, Muscheln und Möwenfedern.
In mir formte sich etwas, das ich nicht benennen konnte. Ich spürte nur, dass es so war.
Es war nicht immer schön.
Ich spürte den Riss.
ich bekam Migräne … selbst in Kroatien, wo es doch so zauberhaft war.
Vielleicht weil es so zauberhaft war und ich spürte, dass ich zurück musste in mein altes Leben.
Dreimal, nein, sogar viermal begegnete ich einem Skorpion. Immer war er in meinem Zimmer, in meiner Ecke, da wo die Schuhe standen, sah ich ihn zuerst am Kamin prangen und machte meinen Mann darauf aufmerksam.
Eigenartig.
Ich fing an, darüber nachzudenken, was der Skorpion mir mitzuteilen hätte, was die Botschaft war.
Der Skorpion will, dass wir uns mit dem Thema Leid und Erlösung auseinandersetzen.
Er ist eines der ältesten Lebewesen auf der Erde, perfekt angepasst. Er scheut nicht die Dunkelheit, vielmehr sucht er sie. Im übertragenden Sinne fordert er also dazu auf, selbst in die Dunkelheit zu gehen und unsere eigenen Schatten zu betrachten. Er lädt uns ein, unsere Wunden und Verletzungen zu betrachten, er konfrontiert uns mit unseren Traumata.
Ich bekam einige Monate später Skorpion noch als homöopathisches Mittel, das mich unglaublich unterstützte. Einen Monat lang schwamm ich auf einer Welle von Getragensein und war ohne Angst.

Am Chiemsee lernte ich „The Journey“ kennen – ich habe hier davon berichtet.

Doch kehren wir noch einmal kurz zurück.
Zu dem Moment, an dem ich wusste, >Ich kann heute unmöglich in die Arbeit gehen.
Ich schaffe das nicht.<
In jenem Augenblick wurde mir der Teppich unter den Füßen weggerissen, der mein Leben darstellte.
Ich fiel und fiel, wie mir schien, ins Bodenlose.
In mich.
Und da war nichts.
Keine Idee, wer ich war, wer ich wirklich wirklich war.

Menschen erfinden sich ja immer wieder neu.
Schön, wenn sie sich dabei auch entdecken.
Ich entdeckte so nach und nach Vieles … und tue es noch.
Ich blieb am Boden liegen und spürte meine Angst, meine Hilflosigkeit, meine Schwäche.
Und ich hatte keine Kraft mehr zu verdrängen …
Ich hatte aufgehört zu funktionieren.

2015 war also in jeder Hinsicht ein unglaublich intensives Jahr und es wird Zeit, mich zu bedanken.
Viel mehr als die paar Fotos da auf der Collage sind zusammen gekommen, es passte nur nicht alles auf ein Bild.

Und so schreibe ich meine persönliche Liste.

Danke 2015 …

… für ein Jahr voller tiefgreifender Einsichten
… für die innere Einkehr
… für die Sonnenaufgänge
… und die Sonnenuntergänge
… für den Geschmack
… und die Farben
… für meine Freunde
… für die Liebe und meine Liebsten
… für das Meer
… und die Berge
… für die stillen Momente
… für besondere Fundstücke
… für das Eintauchen in tiefe Gefühle
… für die Wolken
… für unzählige Fahrradwettertage
… für die Verbundenheit mit Allem
… für das immer wieder Schmunzeln dürfen
… für das Aufdecken alter Muster
… für das Entdecken neuer Seiten in mir
… für das Wiederfinden von Verlorengeglaubtem
… für die Kreativität
… für Keki.“

Danke 2015

Spielst du genug?

Juuuhuuuuuu …

Die Bella hat verstanden, dass es total förderlich für sie ist, wenn sie genügend spielt.                       Wenn sie lächelt und lachen kann, wobei ich natürlich ordentlich mithelfe.

Ich bin auch so glücklich, dass sie sich vor etwa einem Jahr diese gute Kamera gekauft hat, denn dadurch hat sie so den Antrieb vor die Tür zu gehen, um ein paar Bilder zu machen. Natürlich fotografiert sie auch ganz oft mich.                                                                                                        Und so kommen wir häufig genug an die frische Luft.

Und ich hab jetzt meine eigene Spielecke bekommen.

Kommt ihr gucken?

Ihr findet mich HIER.