Wie einst …

Damals spielte ich Auf-Abenteuerfahrt-sein
Und Verkleiden
Schlüpfte in fremde Kleider
Und baute unter dem Tisch ein Zelt
Die Tischdecke reichte schon
Eine Taschenlampe
Und ich hörte die Löwen brüllen
Die Hyänen kichern
Doch selbstverständlich war ich sicher
Auf dieser Insel der Fantasie
Wo noch alles möglich war
Draußen teilte ich den Wald
Mit Fröschen Rehen und Gnomen
Zwerge lugten unter Pilzen hervor
Und Elfen segelten bei beginnender Dämmerung
Von den Bäumen herab
Und alles lebte und wogte
Stimmen Flüstern und Seufzer
Komponierten eine Fuge
Ich hörte das Gras wachsen
Den Wind säuseln oder wüten
Das Plopp der sich öffnenden Blütenknospen
Ich sah das Wiegen der ersten Märzenbecher
Ich verstand den Frosch
Und die Libelle
Dem Farn sah ich beim Aufrollen zu
Und wenn ich über das Moos strich
War keines meiner samtenen Kleider
so weich und zart wie es

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Jetzt bin ich erwachsen
Und spiele nur selten
Doch das Kind erinnert sich …
Es gibt noch diese Zauberwälder
Von einst …

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15 Gedanken zu “Wie einst …

  1. Herzberührend und alte Erinnerungen auffrischend 🙂 danke
    …ja da kommen grad so Einige hoch…die ich an Deine anreihen könnt…wundervoll erfrischend und mit deinen Bildern…die geradezu einladen in eine andere Welt zu horchen…riechen…fühlen und sie zu berühren… WunderVoll

    Gefällt 1 Person

    • Ich sprach gerade heute mit einer Freundin über „Die hellen Tage“ … und dass wir beide solche Erinnerungen an Kindheit hüten. Ich hatte in den Osterferien immer so ein Kindervagabunden-Leben in Mecklenburg-Vorpommern … und stromerte stundenlang mit dem Hund durch´s Gestrüpp.

      Gefällt 2 Personen

    • Es erstaunt mich immer, wie viele Menschen laut durch einen Wald poltern …
      Ich kriege dann eigentümliche Gefühle … fast bin ich beleidigt, dass die die Schönheit nicht zu würdigen wissen … und muss mich dann innerlich ermahnen … Menschen sind halt verschieden.

      Gefällt 1 Person

  2. Oh ja, es gibt noch einige dieser Zauberwälder, dem Himmel sei Dank! Nicht alles ist Forstwirtschaft …
    Dem Kind Raum zu schenken ist etwas, das ich gerne mache und wie gross dann unsere gemeinsame Freude ist.
    Schöne Zeilen, schöne Bilder!
    herzliche Grüsse
    Ulli

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  3. Bei mir war es umgekehrt, als Kind hatte ich weder inneren noch äußeren Zugang zur Natur, wuchs in der Großstadt auf und kannte nichts anderes. Als Erwachsene erst und recht spät entdeckte ich Bäume, Gräser und Wälder und mir erschloss sich eine neue Welt.
    Liebe Grüße
    Madame Filigran

    Gefällt 1 Person

    • Wie schön, dass es dann später den Zugang bei dir gab. Ab einem gewissen Alter ist man dafür bereit. Ich bin auch in der Großstadt aufgewachsen … habe aber die Osterferien immer auf dem Lande (Mecklenburg Vorpommern) verbracht … So Vieles von damals, das lange verschüttet war … zeigt sich jetzt wieder … auch die Liebe zur Natur.

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