Zwischenstop

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Zwischenstop – ich bin zurück. (Und ich auch – klick)

Ich dachte, ich hätte viel zu berichten nach 7 Wochen Reha.
Doch es ist so, dass ich zurückgekehrt bin und zu tun habe, in dieser wirbeligen Zeitqualität zurecht zu kommen.

Tatsächlich ist noch immer alles offen, scheine ich nicht mehr zu passen in diese alten Strukturen.
Der Empfehlung der Einrichtung habe ich mich widersetzt, kann ich nicht zustimmen.
Ganz schlimm, dass in einem Haus, das sich Psychosomatik auf die Fahnen schreibt, so sehr schulmedizinisch behandelt wird.
Ganz schnell wird man gefragt, ob man eine Tablette haben möchte, oder ein Beruhigungsmittel.
Verweigert man dies, gilt man als „nicht krank genug“ im Sinne der Rentenversicherung.

Mein Leben gleicht einem Faden, der sich stets auf einer Ebene bewegte, dann ein Einschnitt – doch nun mit der Tendenz nach oben. Das ist heilbar, wird gesagt. Also alles gut … zurück zum Alten.
Noch bevor ich das erste Arztgespräch hatte, war schon entschieden, wohin die Reise gehen soll.
Hallo? kann mir jemand hinter meine Stirn gucken? Hab ich schon etwas dazu gesagt?
Und als ich das tat, als ich mein Befinden schilderte, änderte das nichts.
Das Symptom stand im Vordergrund – nicht die letzten 34 Jahre meiner Berufstätigkeit, meiner Bemühung, mich anzupassen, alles zu geben, über meine Kraft hinaus.
Dass dieser Zusammenbruch ein Prozess ist, das wurde nicht gesehen.
Selbst schuld, dass ich vorher nie krankgeschrieben war, dass ich nie diagnostisch auffällig war, dass ich trotz jahrzehntelanger Migräne immer weiter gearbeitet habe.
Auch dass ich weder Psychopharmaka nehme (oder nahm), nicht in der Psychiatrie war und keine Tagesklinik besuchte, gereichte nicht zum Verständnis.
Das Bemühen, sich selbst zu helfen … wie ich das schon immer tue, zahlt sich hier nicht aus – zumindest dann nicht, wenn ein beruflicher Wechsel ansteht und man sich Unterstützung durch den Rentenversicherungsträger wünscht.

Es war nicht alles schlecht.
Ich hatte die Möglichkeit, an der Kunst- und der Tanztherapie teilzunehmen. beides hatte ich mir gewünscht – und beidem wurde entsprochen.
Reden kann ich ja – auch über Dinge hinwegreden – mir ging es ums Fühlen.
Und beide Therapien erwiesen sich als ausgesprochen hilfreich.
In der ersten Stunde Tanztherapie machte die Therapeutin die Musik an, ein Didgeridoo-Stück wurde abgespielt, und ich geriet in so etwas wie eine Trance. Anschließend ertönte Michael Jacksons „Who´s bad“, und ich erlebte einen ekstatischen Ausbruch. Ich spürte all die gehaltene Energie in meinem Körper, die so lange gezügelt worden war, ich musste mich bewegen (das Thema war Stakkato) und heulte dabei Rotz und Wasser. So sehr wollte diese meine Kraft endlich wieder aus mir herausströmen. Ein unglaubliches Erlebnis.
Was die anderen Anwesenden dachten, war mir egal.
Und so war es jedes Mal – ich bekam sofort Zugang zu meinem Inneren. Mir war vorher nicht klar gewesen, wie stark ich auf Musik reagiere, weil ich fast nie Musik höre.

In der Kunsttherapie kam ich immer an einen tiefen Punkt der Freude – mein ganzes Wesen schien sich zu zentrieren, zu be-ruhigen, und ich tat mit meinen Händen, was die Aufgabe war – töpferte, malte, wischte, rieb – eine kreative Reise jedes Mal.

Auch sonst malte ich viel.
Jeden Tag ein Kritzelbild.
Ich nahm mir dafür ca. 30 bis 40 Minuten Zeit, entspannte und fokussierte mich, setzte dann den Fineliner aufs Papier und malte Kritzeleien, ohne einmal den Stift abzusetzen.
Dann schaute ich das an, ergänzte hier und da etwas, fügte Augen ein, malte aus …
Es entstand immer ein Bild meiner jeweiligen Stimmung. Ganz oft war ich erstaunt, was sich da Ausdruck verschafft hatte.
Neben diesen Kritzelbildern malte ich noch anderes.
Ich sammelte Federn, ich ging spazieren.
Ich hatte Kontakt zu zwei Frauen, war aber sonst sehr für mich.
Auch abends.
Nie hatte ich das Bedürfnis nach einem Spieleabend oder ewig-in-der Gruppe-hocken.
Ob ich auf Andere eigenbrötlerisch wirkte, war mir egal. ich war im Reinen mit mir.
Natürlich nahm ich an ein paar Ausflügen teil.
Ich sah ein bisschen was von Thüringen, besuchte Erfurt, Fulda, Bad Hersfeld, Meiningen, Eisenach.

Keki kam kaum zum Einsatz.
Sie lag in der Schublade im grünen Beutel.
Mein Erwachsenen-Ich war präsent und recht zufrieden, und durch die therapeutisch gute Begleitung und meine kreative Gestaltungslust fühlte ich mich öfters im Flow und in Ruhe.

Die gesamten 7 Wochen nahm ich außerdem zweimal die Woche an der Meditation teil, die ein Mann aus dem benachbarten Dharma-Zentrum in Möhra hielt.
Eine große Bereicherung war das.
Bereits vor 25 Jahren hatte ich regelmäßig buddhistische Seminare in Berlin besucht, übte mich in Vipassana und war auch auf einigen Wochenend-Retreats.
Ich weiß nicht, warum ich damals damit aufhörte? Schwangerschaft? Vielleicht?
Jedenfalls konnte ich sofort daran anknüpfen, und die regelmäßige Meditation war mit das beste, was ich aus der Einrichtung mitgenommen habe.
Ich habe das Dharmazentrum dann auch noch besucht und mir angesehen – ganz abgeschieden auf einem Berghang mit wunderschöner Aussicht gelegen. Wer mal eine Auszeit braucht – dort wäre der perfekte Ort dafür.

Der Liebste holte mich dann zum Ende der Reha ab, wir kamen in Berlin an, und hier war es so laut und hektisch, dass wir ganz schnell drei Tage an die Ostsee gefahren sind.
Jetzt ein kurzer Zwischenstop.
Ich versuche, irgendwie die Wäscheberg zu bewältigen … in ein paar Tagen bin ich schon wieder unterwegs.
England.
Ich reise mit 11 anderen Frauen in mehreren Wohnmobilen nach Avalon. Es geht zu verschiedenen Kraftorten – nach Glastonbury (dem Herzchakra der Erde), nach Avebury, zum Bischofsgarten in Wells, an die Küste … zur „Großen Mutter“.

Ich freue mich riesig, kann es aber noch gar nicht glauben.

Wird dies eine Reise meines Lebens sein?
Oder bin ich danach damit durch – mit dem Thema Schamanismus?
Wer weiß?
So Vieles bewegt mich, das ich noch gar nicht in Worte fassen kann.
Wie so viele Menschen in dieser sehr speziellen Zeit fühle ich mich angebunden und gleichzeitig auf mich alleine zurückgeworfen.
Es ist, wie es ist.

Ich grüße euch, winke euch zu, wünsche allen alles Gute
und melde mich erneut, wenn ich zurück bin.

Vielen Dank für eure letzten Kommentare, die ich erst gelesen habe, als ich wieder zurück war.
Es hat mich jeder einzelne Beitrag sehr gefreut.                                                                                     Jetzt kommen noch ein paar Fotos:

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See you again

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So, ihr Lieben.
Noch einmal schlafen – dann sitze ich morgen früh schon im Zug … und los geht es in die Reha.

>>>klick

Nennt mich naiv, weil ich mich tatsächlich freue, dass es nun endlich losgeht.
Ich weiß ja – eigentlich dient die Reha nur der Feststellung, inwieweit ich wieder in den Arbeitsprozess integriert werden kann.
Doch da ich selbst die ganze Sache angeleiert habe, nicht auf Wunsch meiner Ärztin und auch nicht unter Druck der Krankenkasse antrete, bin ich zuversichtlich, dass ich tatsächlich nochmal mehr in die Zentrierung komme und Gutes für mich rausholen werde.

Ich bin aufgeregt, neugierig, gespannt, fühle ein kohlensäuriges Reisefieberkribbeln im Magen, hoffe auf angenehme und kompetente Therapeuten und Ärzte und nette Mit-Patienten.
Keki, Malsachen und Bücher sind verpackt.

Ich spüre eine Aufbruchstimmung, die über diese Reisevorbereitungen hinaus geht.
Ja … ich glaube, dass es langsam bergauf geht.

Die wunderbare Ulli von cafeweltenall.wordpress.com schenkte mir zu meinem Beitrag „Türen“ einen wunderbaren Spruch von William Blake, über den ich mich sehr gefreut habe, weil er gerade so gut passt:

„Es gibt Dinge, die wir kennen,
und Dinge, die uns unbekannt sind.
Dazwischen gibt es Türen.“

An dieser Stelle nochmal Dankeschön.

Ich verabschiede mich nun also für eine Weile.

Macht es gut, bleibt gesund. Genießt den Sommer und die Freuden des Lebens.

Auf bald.

Fokus

Ohne Titel

Neben allen Möglichkeiten, mir Hilfe zu holen (therapeutisch, homöopathisch, schamanisch, Freunde treffen) … gibt es eine Sache, die ich ganz allein tun muss: mich innerlich ausrichten.

Und wenn da so graue Tage sind wie gerade gestern – zur Sommersonnenwende (klick) – und ich merke, wie es mich innerlich runterzieht, ich schon wieder keine Sprache finde, die Gedanken kreisen oder diffus durch den Kopf schwirren, dann diszipliniere ich mich, schnapp mir die Kamera und gehe raus.

Und dann streife ich umher und drücke auf den Auslöser, manchmal mitten in der Bewegung; ich überlasse es dem Zufall, was da scharf stellt (und bin hinterher oftmals überrascht über unglaublich schöne Sachen, die die Kamera abgebildet hat).
Ich komme so eigentlich immer in die Freude.
Ich vergesse mich und meine Situation und fühle mich verbunden, sehe, höre, rieche … und die Gedanken kommen zur Ruhe.

Gestern war so ein Tag … ich habe dann am Abend noch einige Collagen erstellt, die ich euch jetzt zeige.

Blume vanille Kopie

Gelbe Blumen 4

Blumen filigran rosa Kopie

Blumen blau Kopie

Blumen rosa Kopie

Dalien Kopie

Hortensien 2 Kopie

Hortensien blau Kopie

Mohn 3 Kopie

Pink3 Kopie

Rose lachs Kopie

Rosen Kopie

Möglicherweise ist dies der letzte Beitrag für längere Zeit.
Nächste Woche beginnt meine Reha, und ich werde ein paar Wochen sehr beschäftigt sein.
Ob ich dort WLan habe, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, ob ich mir generell mal die Pause gönne und die ganzen sozialen Medien links liegen lasse.

Also wundert euch nicht, wenn ihr gar nichts von mir hört. Von uns – muss ich sagen, denn Keki kommt selbstverständlich mit.

Es freut uns, wenn ihr uns gewogen bleibt.
Schön, dass ihr uns bis hierhin begleitet habt.
Immer war es eine Freude eure Kommentare zu lesen und wohlwollenden Feedbacks zu erhalten.
Das Schreiben hat mir sehr geholfen.

Alles Gute für euch.
Bleibt gesund. Und bis bald.
Bella

Besonderheiten eines Tages

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Hi – ich schreibe heute mal persönlich als Bella – und nicht als Keki und von mir in der dritten Person.

Ihr alle kennt das: an manchen Tagen geschehen einfach so Kleinigkeiten, die das Herz erwärmen … Situationen, die herausragen aus dem Alltagsallerlei.

Heute traf ich mich mit meiner Freundin H., die ich gerade sehr regelmäßig mindestens einmal die Woche sehe.
Sie ist seit ein paar Monaten auf Rente, und ich bin immer noch krankgeschrieben.
Wir verbringen also viel Zeit miteinander. Einfach, weil wir sie zur Verfügung haben, und weil wir uns sehr schätzen. Taten wir schon immer.
Damals arbeiteten wir viele Jahre zusammen, wurden dann arbeitslos, weil unser Arbeitgeber die Beratungsstelle schloss, in der wir beschäftigt waren. Da gab es auch eine Zeit, in der wir uns regelmäßig in unserer Arbeitslosigkeit trafen – einmal die Woche im Café. Wie lange ist das her? 15 oder 16 Jahre? So ungefähr.
Zu reden haben wir beide immer was.
Es gibt ja so Menschen, mit denen wird es nie langweilig, man schwimmt auf einer Wellenlänge und ergänzt sich irgendwie perfekt.
Und nun gibt es sozusagen ein Revival, jetzt, und wieder genieße ich es sehr – unsere Caféstunden am späten Vormittag.

Heute also, während ich auf H. wartete (ich war etwas eher am Café, saß draußen bei herrlichem Sonnenschein), nippte schon an meinem Cappuccino und schlug das Buch auf, welches ich kurz zuvor in einer kleinen Buchhandlung gekauft hatte.
Erst dachte ich, es sei kitschig, doch die Rezensionen sind vielversprechend und schon die Danksagung ist der Hammer, und nach den ersten Seiten musste ich lachen und fand den Stil sehr amüsant.

Der Herr am Nebentisch (er ist sehr häufig dort – man kennt sich mittlerweile) beugte sich zu mir und fragte „Was lesen Sie denn da Lustiges?“ Und ich reichte ihm Petra Hülsmanns „Glück ist, wenn man trotzdem liebt“. Er schlug die Seite auf, in der mein Lesezeichen steckte.
Genau in dem Moment erschien meine Freundin H., begrüßte und küsste mich, flitzte aber, bevor sie sich setzte, erst mal nach drinnen auf die Toilette.
Der Herr gab mir das Buch zurück, schmunzelte und bat mich, nochmal bei dem Lesezeichen aufzuschlagen.
Ein bisschen irritiert klappte ich die Buchseiten auseinander und blickte auf ein perfektes vierblättriges Kleeblatt.
Na so was!
„Das ist für Sie“, sagte mein Tischnachbar. „Alles Gute, vor allem Gesundheit – ja … bleiben Sie gesund – doch Sie sehen so sonnendurchwärmt aus, bestimmt geht es Ihnen gut. Dann möge es so bleiben.“
Ich blickte ihn an, bedankte mich und erwiderte: „Ach, wissen Sie, man sollte sich nie vom äußeren Anschein täuschen lassen …“

Meine Freundin H. kam zurück, setzte sich und wir redeten miteinander, darüber, wie unsere letzten Tage verlaufen waren.
Der Herr vom Nebentisch stand auf, winkte kurz und ging.
Und ich dachte darüber nach, wie wenig man mir ansieht, wie es mir geht.
Wie ich immer irgendwie blühend aussehe, so dass alle Welt denkt, ich stünde auf der Sonnenseite des Lebens, wo doch im Inneren noch heftige Stürme ausgefochten werden.

Das mit der Depression, das pack ich noch.
Es ist ja schon anders geworden.
Besser.
So Vieles war da hilfreich.
In ein paar Tagen geh ich in die Reha.
Ich hoffe, dass ich in der Abgeschiedenheit im wunderbaren Thüringen nochmals einen Schritt weiter machen kann.

Doch ich will nicht vorauseilen.

Erst mal … für heute … gilt es Dankeschön zu sagen.,

Was für ein schöner Moment.
So einfach beschenkt zu werden.
Von einem Fremden.

Menschen sind schon wunderbar.

Guten Abend und gute Nacht.

Ich grüße euch,
wo immer ihr seid.

Bella

Keki meint (8) – Here I am

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Sonntagnachmittag.

Bella hat Zeit und sortierte nun alle Fotos.
Und so kommt es, dass ich euch zeigen kann, wie schön wir es hatten – letztens. Äh … also – wie schön ich es hatte.

Wurde ja auch mal wieder Zeit für ein paar Porträtaufnahmen.

Wir haben es ja meistens schön, auch wenn die Bella meint, es sei gerade wieder schwieriger.
Ich weiß ja, dass diese Phasen kommen und gehen … und auch dazu gehören.
Der Sprachlosigkeit einfach den Raum geben.
Und das Schöne, das empfunden wird, durch ein Foto ausdrücken, durch ein Bild oder ein Wort … das „basst scho´“, sagen die Bayern – und haben Recht.
Die Augen sind zum Schauen da …
Die Ohren zum Hören …
Eine Hand will manchmal nur gehalten sein …
Und Klappe halten, tut gut, wenn da nix zum Reden ist.

Also … here I am.

 

Ganz schön heiss. War gut, dass ich meinen Sonnenhut dabei hatte.

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Der wurde dann sogleich vom Wind erfasst.

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Wie gut, dass es Strandkörbe gibt.

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Wie dick diese Taue sind.

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Und wie dünn die Netze, in denen man sich leicht verfängt.

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Als wir zurückfuhren nach Berlin war die Autobahn komplett leer – weil alles guckte Fußball. Genial.

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Wenn ihr wollt, guckt ihr einfach mal öfter in die Spielecke. Da sind auch immer mal wieder Fotos von mir zu sehen. Und unter Kritzelkeki findet ihr die neuesten Kritzeleien.

>>> klick

>>> klick

Am Anfang war das Meer

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Am Anfang war das Meer
und immer
kehre ich zurück
zu ihm.
Schaumgekrönt entsteige ich seinem Flüstern,
matt lasse ich mich von ihm tragen,
bis es mich ans Ufer abgibt.
Ein Meerweib bin ich,
das im Bade sich reinigt, nährt und erneuert.
Die See spült Krusten ab,
welche die Jahre mir anlegten,
sie poliert mich und rundet meine Kanten –
wie Seeglas, welches mit den Jahren
rauchig geschliffen mir manchmal vor die Füße spült.
Die Stürme des Meeres
gleichen denen meines Herzens,
deswegen erkennen wir einander.
Und der Wind rauscht in den Lungen
tost in den Zellen,
die atmen und leben.
Wo hört der Himmel auf?
Hier ist kein Ende in Sicht,
nur der Horizont
trennt in oben und unten,
in hell und dunkel,
blau und türkis,
silber und gold, mauve oder
schwarz, grau und nebelweiß.
Ständig wechselnde Farben,
das Licht spielt mit den Elementen
und bringt auch mich zum Leuchten.
Hier finde ich den Sommerort meiner Seele,
werde ich mir Heimat,
wie nirgendwo sonst.

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Ein Tag in 140 Zeichen

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Ich würde ja gerne meine Twitter-Beiträge hierher verlinken, stelle es aber irgendwie die ganze Zeit verkehrt an, und es will nicht gelingen.
Daher jetzt einfach mal hier so aufgelistet (eine Tages-Achterbahnfahrt):

01.06.16 6:30

Guten Morgen

6:35

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10:25
Der Tag sieht aus, als könnte er schon zu Ende sein.

10:26
Ich sitze einfach nur daneben und guck zu.

10:27
Zeit, die verrinnt.
Sinn-los.
Isso.

10:28
Noch ein Kaffee?
Eine Fotografie?
Ein Leben?

10:30
Stimmung, die sich von hinten anschleicht

10:40

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12:48
In der Badewanne.
Körper und Ohren eintauchen.
In heißes Wasser.
In die Konzertierung des Regens.

13:00
Etwas kommuniziert in mir.
Eine heilige Kommunion.
Das kleine Ich checkt:
alles ist cool.

15:27

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15:29
Gegessen.
Die Haare schön.
Und gleich geh ich in die #atman #ausstellung

22:41
Welche Wendung so ein Tag nehmen kann …

22:44
Fahre mit dem Bus durch Berlin … durch die Straßen meiner Kindheit und denke an meine erste Liebe.
Ich war 8, er 7.

22:50

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22:52

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22:54

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23:00

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23:30

Froh, dass ich die Kurve noch gekriegt hab, heute.